Prophylaxe durch Fluoridierungsmaßnahmen

Fluor hat in reiner Form, wie viele andere chemischen Elemente auch, eine ätzende und giftige Wirkung. Eine wichtige Bedeutung haben die Salze, auch unter dem Begriff Fluoride bekannt, für den Aufbau von Zähnen und Knochen. Sie sind für den Aufbau einer schützenden Schicht auf der Oberfläche von Zähnen verantwortlich. Diese sorgt dafür, dass sich Mineralien in den Zahnschmelz einlagern können. Die Zähne sind dadurch besser vor Mundhöhlenbakterien geschützt sind, die mit ihrer Säure die Zahnoberfläche angreifen.

Babys und Kleinkinder mit Milchzähnen:

Eltern beugen einem Angriff von Säuren effektiv vor, wenn sie die Milchzähne nach dem Durchbruch wenigstens zweimal täglich mit einer speziellen Zahnbürste für Kinder putzen und dabei eine spezielle Zahnpasta für Kinder verwenden, die fluoridiert ist.

Kinder im Grundschulalter:

Für diese Altersgruppe wird eine Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt empfohlen, der zwischen 1,0 bis 1,5 mg/cm⊃3; liegt.

Erwachsene:

Mindestens zweimal täglich sollten auch Erwachsene ihre Zähne mit einer fluoridierten Zahnpasta reinigen. Liegt ein erhöhtes Kariesrisiko vor, kann der Zahnarzt zusätzlich Fluoride verordnen.

Ältere Menschen:

Mit fortschreitendem Alter erhöht sich durch das Zurückbilden des Zahnfleisches das Risiko freiliegender Zahnhälse. Nicht mehr ausreichend geschützt, bildet sich oft an diesen problematischen Stellen Karies. Der Zahnarzt entscheidet, welche Maßnahmen neben der Verwendung einer fluoridierten Zahnpasta getroffen werden müssen. Um eine schädigende Überdosierung von Fluor auszuschließen, sollte der Zahnarzt den Fluoridgehalt vom Trinkwasser der jeweiligen Region kennen.

Weitere Fluoridierungsmaßnahmen

Prophylaktische Maßnahmen lassen sich in Absprache mit dem Zahnarzt erweitern. Für Kinder im Grundschulalter eignen sich Fluoridspülungen oder Fluoridgelees, wobei es bei dieser Anwendungsform darauf ankommt, das Mittel nicht zu verschlucken. Liegt ein hohes Kariesrisiko vor, sorgen Fluoridgelees oder Fluoridlacke für den Schutz des Zahnschmelzes, wobei diese zahnmedizinischen Verfahren meist zweimal im Jahr durchgeführt werden.

Welche Lebensmittel bieten Fluorid

Unsere Nahrung setzt sich aus vielen Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen zusammen. Neben der Verwendung einer fluoridierten Zahnpasta, eignet sich selbst für Kinder ab dem Kleinkindalter fluoridiertes Speisesalz. Dieses wird nicht zwingend benötigt, wenn Fluor in ausreichender Menge über Seefisch Trinkwasser, Mineralwasser oder Schalentiere aufgenommen wird. Reicht die Menge an Fluor aus Lebensmitteln nicht aus, um den Tagesbedarf zu decken, der erforderlich ist, um den Zahnschmelz zu schützen, wird ein zusätzlicher Schutz vor Karies erforderlich.

In Absprache mit dem Zahnarzt sollte eine wirkungsvolle Prophylaxe durchgeführt werden, die entweder eine fluoridhaltige Zahnpasta, den Einsatz von Fluoridlack oder Fluoridgelee beinhaltet. Wer seine Zähne vor Karies schützen will, leistet mit dem Einsatz von Fluorid einen wichtigen Beitrag zur Zahngesundheit. Jedoch kommt es auf eine kontinuierliche Prophylaxe und eine gesunde Lebensweise an. Zucker- und säurehaltige Nahrungsmittel gehören zu den Verursachern Nummer eins, wenn es um Karies geht. Daher sollten neben Fluoridierungsmaßnahmen auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt dazugehören, wenn es um eine umfassende Zahnvorsorge geht.

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