Diabetes – Folgen für die Mund- und Zahngesundheit

Diabetes und seine Auswirkungen

Insulinpen für Diabetiker -  Hans-Peter Häge / pixelio.de

Insulinpen für Diabetiker
Hans-Peter Häge / pixelio.de

Zwei Erkrankungen gehören in Deutschland zu den Volkskrankheiten, zum einen die im Volksmund als Zuckerkrankheit bezeichnete Stoffwechselkrankheit Diabetes mellitus und zum anderen die Parodontitis. Schätzungsweise 23 Millionen 34 bis 74 Jahre alte Menschen leiden an einer Parodontitis, welche einer Behandlung bedarf und etwa acht Millionen Menschen leiden an Diabetes. Von diesen acht Millionen Diabetikern leiden circa 80% am Diabetes Typ 2, der auch Altersdiabetes genannt wird, da er in der Regel nur Menschen über 40 Jahre betrifft. Jede dieser Krankheiten für sich beeinträchtigt die Lebensqualität schon immens und kann unter Umständen zu noch schwereren Folgeerkrankungen führen. Die Wissenschaft hat aber schon vor längerer Zeit bewiesen, dass diese beiden so unterschiedlichen Krankheiten in einer negativen Wechselbeziehung zueinander stehen. Hat ein Diabetiker beispielsweise einen schlecht eingestellten Blutzucker, so steigt sein Risiko an einer Parodontitis zu erkranken gegenüber einer gesunden Person um das Dreifache. Im Umkehrschluss erschwert eine Parodontitis bei Diabetikern häufig die korrekte Einstellung des Blutzuckers, was den Diabetes enorm verschlechtern kann.

Wer nun als Diabetiker an beiden Krankheiten leidet, also zusätzlich zur Zuckerkrankheit auch noch eine schwere Parodontalerkrankung durchmacht, hat ein 2,3-fach erhöhtes Risiko daran zu versterben. Dies wurde 2005 in Untersuchungen herausgefunden. Grund hierfür sind die häufigen Wundheilungsstörungen bei Diabetikern, die nach einer Zahnextraktion verheerende Folgen haben können, aber auch Rhagaden (Risse in den Mundwinkeln), Zahnfleischabszesse und Zahnfleischentzündungen mit Geschwüren sind nicht nur sehr schmerzhaft, sondern können bisweilen gefährlich werden.

Bedenkliche Wechselwirkungen

Diese Wechselwirkungen können bei Diabetikern mit schlecht eingestellten Blutwerten auftreten:

  • Eine erhöhte Entzündungsneigung und verstärkte Entzündungsreaktion (nachweisbar durch erhöhte Entzündungsbotenstoffe im Blut)
  • Stark vermehrte Mundbakterien durch ein geschwächtes Immunsystem
  • Herabgesetzte Regenerationsfähigkeit des Zahnhalteapparates
  • Mundbrennen, Wundheilungsstörungen, veränderter Geschmack und Mundtrockenheit

Zudem sind Diabetiker mit schlecht eingestellten Blutzuckerwerten einem höheren Risiko ausgesetzt Karies zu bekommen und eine Parodontalerkrankung kann schwerer verlaufen und seltener erfolgreich behandelt werden.

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