Zahnfreundliche Ernährung

Entstehung von Säuren

Mit Aufnahme der Nahrung wird im Mund ein nährstoffreiches, feuchtwarmes Klima geschaffen, wodurch sich Bakterien hervorragend bilden können.

Von den verschiedenen Bakterienstämmen sind ca. 30 Bakterienarten für die Bildung von Säuren verantwortlich. Diese sind vorwiegend in der Plaque (Zahnbelag) zu finden. Durch den Abbau von einfachen Kohlenhydraten wie raffinierter Zucker, Rohrzucker, Fruchtzucker, Milchzucker, Honig, etc. entsteht ein saures Milieu auf den Zähnen, welches den Zahnschmelz angreift.

Verzehr von Zucker

Es ist nicht nur die verzehrte Zuckermenge von Bedeutung für die Entstehung von Karies, sondern noch viel entscheidender ist die Häufigkeit des Zuckerverzehrs. Wenn die Bakterien ständig mit Zucker versorgt werden, können diese mehr Säuren produzieren und die Zähne haben somit keine Zeit mehr für die Remineralisation.

Regenerierung der Zähne

Hilfreich für eine Remineralisation ist das Kauen von Zahnpflegekaugummis oder Lutschen von Zahnpflegebonbons, die den Speichelfluss anregen. Der Speichel neutralisiert die gefährlichen Säuren die den Zahnschmelz schädigen und Karies verursachen. Essenspausen sind für die Regenerierung der Zähne neben einer plaquefreien Zahnoberfläche ebenso wichtig.

Versteckter Zucker

Gerade Zwischenmahlzeiten wie Müsliriegel, Fruchtjoghurt, Trockenfrüchte, Backwaren, uvm. enthalten wieder den unerwünschten Zucker. Besonders heimtückisch sind die versteckten Zucker z.B. in Wurst, Brotaufstrichen, Ketchup, die man nur durch aufmerksames Lesen der Inhaltsstoffe bemerkt.

Ebenso bedenklich sind die zahlreichen Softdrinks, die bis zu 100 g Zucker auf einen Liter Flüssigkeit enthalten können. Als ideale Durstlöscher sind Wasser und Tee, gesüßt mit Zuckeraustauschstoffen, zu empfehlen (Zuckeraustauschstoffe sind in größeren Mengen bedenklich).

Weitere Tipps

Wer nicht auf den Verzehr von Süssem verzichten möchte, kann entweder auf zuckerfreie Lebensmittel (Zahnmännchensymbol) zurückgreifen oder als Alternative frisches Obst und Gemüse, Nüsse, Milchprodukte selbst mit frischem Obst zubereitet, genießen.

Wichtig zu wissen ist, dass einige als zuckerfrei deklarierte Lebensmittel lediglich keinen Haushaltszucker beinhalten, allerdings andere Süßstoffe mit der Endung „-ose“ aufweisen, wodurch ebenfalls die kariesbildenden Säuren entstehen.

Die zusätzliche zahngesunde Ernährung sollte feste Nahrungsbestandteile (Rohkost, Brot, etc.) aufweisen, die mehr gekaut werden müssen, denn dadurch ergibt sich eine automatische Reinigung der Zähne und der Speichelfluss wird angeregt.

Trotz zahnfreundlicher Ernährung ist eine gründliche Zahnpflege unabdingbar.

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