Säureschäden am Zahnschmelz

Dauerhafte Schäden an Kinderzähnen durch Säuren in Getränken

© Sassi / PIXELIO - Zitronensäure schädlich für den Zahnschmelz

© Sassi / PIXELIO – Zitronensäure schädlich für den Zahnschmelz

In letzter Zeit beobachte ich bei den Zahnkontrollen, besonders bei Kindern und jungen Erwachsenen zunehmend Schäden am Zahnschmelz, verursacht durch Säuren– sogenannte Zahnerosion. Der übermäßige Genuss von säurehaltigen Speisen und Getränken erzeugt langfristig Schäden am Zahnschmelz.

Säurehaltige Speisen und Getränke sind z.B.:

Obst, Süßigkeiten, Fertiggerichte, unverdünnte Getränke wie Orangensaft, Apfelsaft, Limonaden, Cola, Energydrinks, Alkohol, Alkopops, schwarzer Tee und besonders die Zitronensäure oder auch andere Säuren, die als Konservierungsmittel in vielen Lebensmitteln enthalten sind. Zucker und auch alle anderen kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel werden, durch die im Speichel enthaltenen Enzyme aufgelöst und u.a. in Säuren umgewandelt, die wiederum den Zahnschmelz anätzen, wodurch die Schmelzoberfläche leicht angelöst bzw. angerauht wird. Wenn nun direkt nach der Säureattacke die Zähne geputzt werden, können z.B. die angelösten Oberflächenteilchen weggeputzt werden , es entstehen im Nanobereich kleine, poröse Schäden an der Zahnschmelzoberfläche aber langfristig gilt das Sprichwort:

Steter Tropfen höhlt den Stein – in unserem Fall den Zahn

Natürlich müssen beim Zähneputzen alle Speisereste trotzdem gut entfernt werden, damit sich keine Beläge an den Zähnen bilden, die wiederum Karies bzw. Zahnfleischprobleme zur Folge haben können.

Zuckerfreie Produkte oft nicht zahnfreundlich

Viele Verbraucher denken mit zuckerfreien Produkten erhalten sie ihre Zahngesundheit. Die Produkte sind nicht gesüsst mit kariesfördernde Zuckerarten wie Saccharose (Haushaltszucker) und Fructose (Fruchtzucker), sondern mit Zuckeraustauschstoffe wie Xylit oder Süßstoffe wie Saccharin. US-Forscher fanden jedoch heraus, dass viele zuckerfreie Produkte trotzdem den Zähnen schaden können. In den meisten Produkte befanden sich säurehaltige Aroma- und Konservierungsstoffe (z.B. Zitronensäure, E 330). Diese entziehen dem Zahnschmelz die Mineralstoffe wie Kalzium. Die Entmineralisierung des Zahnschmelzes ist somit der erste Schritt für die Entstehung von Karies. Durch den angerauhten Zahnschmelz können leicht Belege entstehen in denen sich die kariesauslösenden Bakterien einlagern und bestens vermehren.

Der Entmineralisierung des Zahnschmelzes kann man entgegenzuwirken indem man regelmäßig Aminfluorid auf die Zähne aufträgt und dieses kurze Zeit einwirken lässt. Damit erzielt man eine Mineralisierung des Zahnschmelzes und hat somit einen besseren Säure- und Kariesschutz, der langfristig eine Zahnerosion verhindert.

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