Vor- und Nachteile von Implantaten

Wer vor der Wahl steht, sich entweder für eine Prothese oder ein Implantat zu entscheiden, sollte sich vorab über die Vor- und Nachteile informieren. Hier haben wir sowohl die Vorteile als auch die Nachteile von Implantaten einmal zusammengetragen.

Vorzüge der Implantate

Wer sich einen einzelnen Zahn durch eine Brücke ersetzen lässt, muss in den sauren Apfel beißen und sich die neben liegenden, meist gesunden, Zähne abschleifen lassen. Nur so kann der Zahnarzt die Brücke überhaupt befestigen. Anders beim Implantat, denn hier wird ausschließlich der erkrankte oder bereits ausgefallene Zahn ersetzt, sodass keine wertvolle Zahnsubstanz verloren geht. Auch die Gefahr, dass die unbehandelten und gesunden Nachbarzähne in absehbarer Zeit weitere Kosten für Kronen verursachen werden, verringert sich gegenüber abgeschliffener Zähne um ein Vielfaches.

Ein weiterer Vorteil von Implantaten ist der, dass die künstlichen Zahnwurzeln in der Regel eine sehr lange Lebensdauer haben!
Im Gegensatz zu Patienten mit Prothesen sind solche mit Zahnimplantaten deutlich zufriedener, wie Studien bereits bewiesen haben. Prothesen können niemals so fest sitzen wie Implantate und außerdem sehen die Zahnimplantate nicht nur natürlicher aus, sondern fühlen sich auch so an.

Nachteile der künstlichen Zahnwurzel

Der wohl größte Nachteil von Zahnimplantaten sind definitiv die hohen Kosten. Da Implantate ausschließlich aus hochwertigen Materialien bestehen und die Behandlung nur mit erheblichem Aufwand abgeschlossen werden kann, können pro Implantat leicht zwischen 1800 und 3000 Euro zusammenkommen. Wer als Patient hier keine Zusatzversicherung besitzt, die eine Implantatbehandlung abdecken würde, bekommt von seiner gesetzlichen Krankenkasse lediglich einen Festzuschuss zum Zahnersatz. Den größten Teil der Kosten muss er leider selbst tragen.

Beschwerden

Neben den genannten Vor- und Nachteilen können Zahnimplantate aber auch das Risiko einer sogenannten Periimplantitis bergen. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung des Zahnfleisches, manchmal sogar des Knochengewebes um das Implantat herum, die im schlimmsten Fall zum Verlust des Implantats führen kann. Hervorgerufen wird die Periimplantitis durch Bakterien, welche sich auf dem Zahnersatz ablagern und dort Plaque bilden. Diese Keime können ins Zahnfleisch eindringen, wenn sie nicht gründlich und regelmäßig entfernt werden und dort zu schlimmen Entzündungen führen.
Ein erhöhtes Risiko an Periimplantitis zu erkranken, haben Raucher und Patienten, die bereits an einer aggressiven Parodontitis erkrankt sind.

Ob das Titan, aus dem die Kunstwurzeln bestehen, eine solche Entzündung auslösen kann, ist bisher noch völlig unklar.

Bei Diabetikern mit nicht optimal eingestelltem Blutzucker könnte sich die Haltbarkeit eines Implantats verringern!

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